Welche Fremdstoffe können aus dem Wasserhahn kommen?

  • Blei und Kupfer aus den Rohrleitungen der Hausinstallation können Krankheiten hervorrufen.

  • Als krebserregend eingestuft werden die Asbestfasern aus alten Haupttrinkwasserleitungen.

  • Pestizide und Phosphate kommen aus der Landwirtschaft und aus Abwässern ins Grundwasser.

  • Zunehmend stellen die Wirkstoffe der vielen Milliarden Arzneimittel aus weggeworfenen Packungen ein ernstes Problem dar (Blutfettsenker, Schmerzmittel, Betablocker, Hormone, weibliche Geschlechtshormone aus der Antibabypille usw.)

  • Bakterien und Viren werden durch Chlorierung oder UV-Bestrahlung zwar abgetötet, sie bleiben allerdings im Trinkwasser. Nur durch Destillation oder Umkehrosmose können wir verhindern, dass wir sie mittrinken.

  • Tenside kommen aus Farb- und Waschmitteln ins Wasser.

  • Neben Chlor gelangen oft auch Trihalomethane ins Trinkwasser. Sie können als Reaktionsprodukte aus der Chlorierung entstehen.

Deutschland verfügt über eine strenge Trinkwasserverordnung, die eine hochwertige und unbedenkliche Wasserqualität sicher stellen soll. Sie ist strenger als die Verordnung für Mineralund Tafelwasser. Die Wasserwerke können aber aus rein wirtschaftlichen Gründen unser Grundwasser nicht auf alles untersuchen und auch nicht jeden Fremdstoff aus dem Wasser herausfiltern. Deshalb kann es vorkommen, dass verschiedenste Schadstoffe den Weg ins Trinkwasser finden. Hier sind die wichtigsten aufgeführt.

Die zumutbaren Grenzwerte für Trinkwasser richten sich z. B. nach der durchschnittlichen Verträglichkeit eines gesunden Erwachsenen. Für junge Menschen im Wachstum, ältere Menschen, Kranke, Allergiker, Kinder, Babys und Föten sind die Grenzwerte nicht ungefährlich. Darauf weisen Umweltverbände und Umweltmediziner seit Jahren hin.

Schadstoffe im Körper - ein Beispiel

Wenn von den vielen Schadstoffen, die wir täglich aufnehmen, pro Tag nur ein einziges Gramm in unserem Körper abgelagert wird, sind dies nach einem Jahr bereits mehr als 350 Gramm – in 10 Jahren mehr als 3,5 Kilogramm – in 20 Jahren schon über 7 Kilogramm – und im Laufe eines Lebens?